Am Samstag, den 17. Jänner 2026, führten wir im Bereich der Hackeralm in Goldegg eine Alarmübung durch. Ziel war es, einen kompletten Einsatzablauf möglichst realitätsnah zu trainieren – von der Alarmierung über die Koordination bis zur Bergung im alpinen Gelände.
Die Übung begann mit einer simulierten Alarmierung über die Leitstelle. Unsere Mannschaft wurde über die Einsatz-App MOPS alarmiert, die wir während des gesamten Szenarios aktiv nutzten. Im Fokus stand dabei nicht nur das Handling der App, sondern auch ihre Funktionen zur Planung, Kommunikation und Dokumentation im Einsatzverlauf.
Im angenommenen Szenario galt eine Person im Bereich Hackeralm als vermisst. Wir teilten das Suchgebiet in drei Sektoren auf und arbeiteten mit getrennten Trupps, um das Gelände systematisch abzusuchen. Die Bedingungen waren winterlich, das Gelände stellenweise steil und fordernd – Steigeisen und Seilsicherungen kamen zum Einsatz.
In einem der Suchsektoren fanden wir eine unterkühlte, verletzte Person, die wir erstversorgten und anschließend terrestrisch aus dem Gelände brachten. Erst im Zuge der Versorgung stellte sich heraus, dass es sich dabei nicht um die eigentlich gesuchte Person handelte. Diese Situation forderte die Mannschaft, flexibel zu reagieren und die Suche fortzusetzen.
In einem weiteren Sektor wurde schließlich eine Person in schwer zugänglichem Gelände entdeckt. Für die Bergung arbeiteten alle drei Gruppen zusammen. Gemeinsam richteten wir ein Seilsystem ein, um die Person kontrolliert und sicher nach oben zu bringen. Diese Aufgabe zeigte einmal mehr, wie wichtig klare Kommunikation, gute Ausbildung und Teamarbeit im Gelände sind.
Nach Abschluss der Übung erfolgte eine gemeinsame Nachbesprechung des Ablaufs – vom Zusammenwirken der Gruppen bis zur Einsatzabwicklung vor Ort. Der kameradschaftliche Ausklang fand bei der Meislsteinalm statt – herzlichen Dank für die gute Bewirtung!
Fotos: ©Bergrettung St. Johann im Pongau






























